Was bedeutet Ψ²

Das Akronym Ps(i)²

Ps(i)² ist ein rekursives Akronym. Es steht für Ps(i)² – Sicherheit in Informationssystemen. Als rekursives Akronym bezeichnet man eine Abkürzung, die in ihrer Wortbedeutung rekursiv auf sich selbst verweist, d. h. paradoxerweise die eigene Abkürzung Teil des ausgeschriebenen Begriffs ist.

Die meisten rekursiven Akronyme trifft man im Bereich der Freien Software. GNU is not Unix als Wortbedeutung für das freie Betriebssystem GNU ist hierfür ein Beispiel.

Der griechische Buchstabe ψ

Das Psi ist der 23. Buchstabe des griechischen Alphabets. Nach dem milesischen Prinzip steht er für den numerischen Zahlwert 700.

Physik

In der Quantenmechanik wird mit dem Buchstaben Ψ die Wellenfunktionen benannt. Eine Wellenfunktion beschreibt den quantenmechanischen Zustand eines Elementarteilchens im Raum und bestimmt dessen Aufenthaltswahrscheinlichkeit. Die Wellenfunktion Ψ enthält eine Beschreibung aller Informationen einer Entität.

Informatik

In der Informatik bezeichnet das Ψ eine besondere Schaltfunktion. Der Ψ-Operator ist eine 3-stellige Schaltfunktion. Seine besondere Bedeutung liegt darin, dass sich jede beliebige Schaltfunktion durch den Ψ-Operator darstellen lässt. Die zugehörige Wertetabelle:
a 0 0 0 0 1 1 1 1
b 0 0 1 1 0 0 1 1
c 0 1 0 1 0 1 0 1
Ψ(a,b,c) 0 0 1 1 0 1 0 1
Die drei Funktionen Logische Verneinung, Logisches Und und Logisches Oder, die ein vollständiges Operatorensystem bilden, lassen sich wie folgt mit dem Ψ-Operator darstellen:

¬ X = Ψ ( X , 1 , 0 )
X Λ Y = Ψ ( X , 0 , Y )
X v Y = Ψ ( X , Y , 1 )

Information und Funktionalität

Das Ψ steht für Information und Funktionalität.
Ψ² – Sicherheit in Informationssystemen.

Begriff des Informationssystems

Informationssysteme bestehen nicht nur aus Technik. Informationssysteme sind sozio-technische Gesamtsysteme, die aus Hardware, Software und zu aller erst aus den beteiligten Menschen bestehen.

In der Literatur wird der Begriff des Informationssystems nicht immer so weit gefasst. Er beschränkt sich oftmals auf die technischen Anteile. Bei Fischer beispielsweise werden Informationssysteme beschrieben als „Datenorganisationsformen auf Rechenanlagen, die bestimmte Vorgänge und Abläufe in Kommunikationsprozessen unterstützen“. Bei Hansen wird der Mensch zwar in die Begriffsdefinition einbezogen, steht der Technik jedoch quasi gegenüber. Nach der dortigen Definition ist „ein Informationssystem eine Menge von Menschen und Maschinen (Automaten), die Informationen erzeugen und/oder benutzen und die durch Kommunikationsbeziehungen miteinander verbunden sind“.

Verschiedene andere Autoren verwenden jedoch auch den Begriff eines aus Teilsystemen bestehenden sozio-technischen Gesamtsystems. Dies ist eine Begrifflichkeit, die stärker auf verbindende, soziale Elemente setzt und auch Grundlage für die hier gemachten Überlegungen ist.

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