Schulung: Gekonnt durch heikle Projekte

Wir befinden uns in einer Welt, in der der Druck auf den einzelnen steigt und enge Terminpläne den Tagesablauf bestimmen. In diesem Umfeld werden auch in der IT-Branche Soft-Skills immer wichtiger und nicht mehr nur die fachlichen Fähigkeiten entscheiden über den Erfolg. Die “Kopfnoten” rücken immer stärker in den Vordergrund.

Unter dem Motto “Gekonnt durch heikle Projekte” bietet Ihnen ψ² die Möglichkeit, sich dieser Herausforderung zu stellen. Erarbeiten Sie sich mit meinem eintägigen Seminar wichtige kommunikative und soziale Fähigkeiten, um Ihrer Konkurrenz den entscheidenden Schritt voraus zu sein (nächster öffentlicher Termin: 06.05.2010 in Neuss). Das speziell auf die Bedürfnisse und Probleme in der IT-Branche ausgerichtete Programm veranschaulicht, wie Sie schwierige Herausforderungen meistern. Werden Sie unverzichtbar durch Persönlichkeit und soziale Kompetenz.

Das eintägige Seminar findet in Zusammenarbeit mit der XING-Ambassador-GruppeIT-Connection” und der secopan UG statt und ist auch für nicht XING-Mitglieder zugänglich. Weitere Details und Anmeldeinformationen finden Sie auf der Event-Detailseite:

Lesen Sie den vollständigen Beitrag “Schulung: Gekonnt durch heikle Projekte” →

“Unterm Strich”: 14. Kalenderwoche

Was war diese Woche?

In der Kolumne Unterm Strich werfe ich ein Highlight auf die News und Schlagzeilen der vergangenen Woche. Natürlich kann dabei niemals ein vollständiges Bild gezeichnet werden, aber es entsteht hoffentlich ein gewisser Überblick.

Interne Links zum Blog sind mit einem ” ” gekennzeichnet. Externe Links werden durch ein ” ” hervorgehoben.

Updates:

Mittwoch: Offizieller Workaround von Adobe für PDF-Lücke
Mittwoch: Verwaistes Root-Zertifikat in Mozilla sorgt für Verwirrung
Donnerstag: Updates für 25 Schwachstellen in Windows, Office und Exchange
Freitag: Adobe führt automatisches Update für Reader ein
Freitag: Microsoft will endlich VBScript-Lücke im Internet Explorer schließen
Freitag: Remote Command Execution in TYPO3

Schwachstellen und Angriffe:

Freitag: Hunderte WordPress Blogs von ‘Networkads.net’ Hack betroffen
Freitag: Java-Exploit startet lokale Windows-Anwendungen
Samstag: Erneut Facebook Exploit veröffentlicht

Kriminalität, Strafverfolgung und Recht:

Sonntag: Schon wieder Überfall auf Casino – diesmal Lyon
Dienstag: Shadowserver Foundation deckt Cyber-Spionage aus China auf
Mittwoch: 100.000$ vom Konto einer Kleinstadt

Whitepapers und Veröffentlichungen:

Montag: Forrester: Falsche Bemessung der IT-Security Budgets
Mittwoch: Forrester: Outsourcing von Security macht Services sicherer
Donnerstag: ISACA: Cloud Computing Risiken überwiegen die Vorteile
Freitag: Emnid-Umfrage: Deutsche misstrauen Unternehmen in Sachen Datenschutz

Sonstiges:

Freitag: Entschlüsselung des US-Hubschrauber-Videos von Wikileaks

Entschlüsselung des US-Hubschrauber-Videos von Wikileaks

Vor wenigen Tagen hat ein Wikileaks-Video weltweit für Aufsehen gesorgt, auf dem zu sehen ist, wie ein Journalisten-Team der Nachrichtenagentur Reuters von einem US-Hubschrauber aus erschossen wird. Neben den Journalisten wurden auch mehrere Zivilisten getötet.

“Endlich die Verschlüsselung des US-Militärvideos gebrochen, in dem unter anderem Journalisten erschossen werden. Danke an alle, die $/CPUs gespendet haben.”*
(Wikileaks Tweet)

Wie man diesem Tweet entnehmen kann, musste das Video vor seiner Veröffentlichung entschlüsselt werden. Bruce Schneier hat versucht, bei seinen Lesern eine Antwort zu finden. Zwei Quellen scheinen der Sache am nächsten zu kommen:

“Wikileaks Sprecher Daniel Schmitt sagte, (…) dass die Organisation seit Monaten daran arbeitete, leistungsfähige Computer zu finden, um das Militärvideo zu entschlüsseln. Begonnen hatte Wikileaks die Suche nach Supercomputer-Rechenzeit im Januar mit einer Anfrage via Twitter.”* (New York Times)

“Julian Assange, Sprecher und Mitgründer von Wikileaks, sagte (…) das Material sei verschlüsselt zu Wikileaks gelangt. Er und ein Team von Kryptologen hätten daraufhin etwa drei Monate lang daran gearbeitet. Es sei darum gegangen, unter ein paar Millionen der wahrscheinlichsten Passwörter das richtige zu finden.” (Süddeutsche Zeitung)

Es handelte sich also wahrscheinlich um eine schlichte Wörterbuch-Attacke. Aber auch der folgende Ansatz ist nicht ganz von der Hand zu weisen:

“Ist es vielleicht möglich, das Wikileaks ein völlig unverschlüsseltes Video oder das verschlüsselte Video mit dem Schlüssel erhalten hat und die Story über die Entschlüsselung nur dazu dient, die Quelle des Videos zu schützen?”* (Posted by: jgreco)

* Keine offiziellen Übersetzungen aus dem Englischen. Die Original-Zitate finden Sie über die angegebenen Links oder in der englischen Version.

100.000$ vom Konto einer Kleinstadt

Am 29.03. hatte ich über einen Old School Angriff geschrieben: Mit viel Tam-Tam erbeuteten die Täter aus einem Casino mehrere 100.000 Franken und Euro. Einen Tag später dann die Nachricht, dass Online-Räuber 205.000$ vom Konto einer Zahnarztpraxis gestohlen hatten. Ein weiteres Beispiel ist ein aktueller Fall aus den USA. Die Kleinstadt Village of Summit wurde um 100.000$ erleichtert:

“So klein wie unsere Stadt ist, sind 100.000$ eine ganze Menge Geld und es tut weh”, sagte die Bürgermeisterin Judy Rivera. “Wir waren finanziell schon ziemlich beengt, weil bisher wenig Steuereinnahmen da waren.”

Krebs on Security” hat eine kleine Liste aufgestellt: Egg Harbor in New Jersey wurden ebenfalls 100.000$ gestohlen, in einem Wasserwerk in Arkansas waren es 130.000$, 378.000$ in New York, 160.000$ in einer Bibliothek in Florida, 500.000$  von einer Schulbehörde in New York und 415.000$ in Kentucky. So sieht die Next Generation der Räuber aus.

* Keine offiziellen Übersetzungen aus dem Englischen. Die Original-Zitate finden Sie über die angegebenen Links oder in der englischen Version.

“Unterm Strich”: 13. Kalenderwoche

Was war diese Woche?

In der Kolumne Unterm Strich werfe ich ein Highlight auf die News und Schlagzeilen der vergangenen Woche. Natürlich kann dabei niemals ein vollständiges Bild gezeichnet werden, aber es entsteht hoffentlich ein gewisser Überblick.

Interne Links zum Blog sind mit einem ” ” gekennzeichnet. Externe Links werden durch ein ” ” hervorgehoben.

Updates:

Dienstag: Microsoft patcht Internet Explorer außer der Reihe
Dienstag: Apple patcht 88 Mac OS X Schwachstellen
Mittwoch: Java 6 Update 19 schließt 26 Sicherheitslücken
Mittwoch: Sicherheits-Updates für Firefox und Thunderbird
Mittwoch: QuickTime-Update für Windows stopft 16 Löcher
Mittwoch: Firefox-Entwickler stopfen 10 Jahre altes CSS-Leck
Freitag: Firefox 3.6.3 schließt kritische Sicherheitslücke
Freitag: Foxit patcht PDF Problem ohne Schwachstelle

Schwachstellen und Angriffe:

Montag: Der Hammer Teil 1: PDF Exploit ohne Schwachstelle
Montag: EXE-Dateien in DOC-Dateien
Dienstag: Schwachstelle in beliebter iPhone App Quip
Mittwoch: Der Hammer Teil 2: Nicht nur Adobe, sondern auch Foxit Reader
Mittwoch: Microsoft testet mit eigenem Botnet und findet 1800 Office-Bugs
Mittwoch: Facebook gibt alle 400 Millionen E-Mail-Adressen preis
Donnerstag: CVSS-Scores selbst berechnen und anwenden

Kriminalität, Strafverfolgung und Recht:

Montag: Erneut Casino überfallen
Dienstag: 200.000$ vom Zahnarztkonto
Donnerstag: Wahlkampf der Hacker in NRW

Konferenzen:

Montag: Videos der ShmooCon 2010
Dienstag: CanSecWest 2010: Lessons Learned

Whitepapers und Veröffentlichungen:

Dienstag: Die Macht der Worte
Mittwoch: Stht PDF für Problematisches Dokumenten Format?
Mittwoch: Studie verlangt mehr C-Level Engagement für Cybersecurity

Sonstiges:

Dienstag: Selbstauskunft bei Auskunfteien jetzt auch kostenlos möglich
Donnerstag: April-Scherz: Das E-Mail-Porto
Donnerstag: April-Scherz: Einheitlich 15-stellige Mobilfunknummern

Wahlkampf der Hacker in NRW

Am 12. März hatte das Wahlkampf-Blog Wir in NRW vermeldet: “Erst kriminalisiert die Politik unser Blog, jetzt schickt sie uns Hacker, Trojaner und vergiftete Emails”. Das Blog mehrerer aufmüpfiger Journalisten hatte berichtet:

“Seit gut einer Woche müssen wir uns gegen versuchte Zugriffe von außen wehren, wir werden geradezu terrorisiert. Zwei Hacker-Angriffe hat der Blog bisher überstanden, vor zwei Tagen wurden uns Emails mit so genannten Trojanern unter dem Betreff „Krautscheid-Brief“ geschickt, allein in der vergangenen Nacht kamen mehr als 100 Kommentar-Mails bei uns an, die nichts anderes zum Ziel hatten, als sich bei uns einzunisten – die Zeit der IMs ist doch vorbei, denke ich!”

Jetzt hat es wohl offensichtlich die Parteizentrale der nordrhein-westfälischen CDU erwischt, wie Welt Online berichtet. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen angeblich gestohlener Daten. Ministerpräsident Jürgen Rüttgers fürchtet schon länger, dass Informationen durchsickern. Die IMs sitzen also überall?

„Wir haben Anzeige gegen Unbekannt erstattet, weil wir mit Hilfe der Staatsanwaltschaft herausfinden möchten, wer unsere persönlichen Daten ausgespäht hat oder weitergegeben gegeben könnte“, erklärte der Generalsekretär der NRW-CDU, Andreas Krautscheid.

Krautscheid, immer wieder Karautscheid, der Generalsekrtär der CDU, am Ball, er hat den Ball … Sie wissen, wie das damals ausging ;-)

CVSS-Scores selbst berechnen und anwenden

In meinem aktuellen Projekt musste ich am Rande mit CVSS-Scores arbeiten. Dazu kommt es üblicherweise, wenn man Soft- und Hardware-Schwachstellen bewerten soll. Wenn die Anzahl der zu bewertenden Schwachstellen entsprechend groß ist, verliert man leicht den Überblick. Dafür gibt es die CVSS-Scores. So sehen sie aus: AV:L/AC:H/Au:M/C:C/I:P/A:P/E:U /RL:TF/RC:UC/CDP:LM/TD:H/CR:M/IR:L/AR:H Und schon weiß man Bescheid.

Naja, vielleicht nicht ganz. Um mehr Klarheit zu schaffen gibt es neben dem eher kryptisch anmutenden CVSS-Vektor einen Zahlwert zwischen 0 und 10, den man auch grafisch darstellen kann – grün ist gut, rot ist schlecht:

Ja: jetzt erkennt man mehr – nur was man da erkennt ist natürlich die Frage. Das Common Vulnerability Scoring System (CVSS) ist ein offenes Framework, mit dem man Schwachstellen aus verschiedenen Perspektiven bewertet, um am Ende einen standardisierten Wert zu erhalten. In diesem Fall 5,4 – also ein mittlerer Wert.

Dieser setzt sich aus mehreren anderen Werten zusammen, die drei Gruppen angehören: Base, Temporal und Environmental – also Basis, Temporär und Umgebung.

Base Score Metrics

Hier geht es darum, zu bewerten wie leicht oder schwer ein Angriff auf eine Schwachstelle durchzuführen ist und darum, welchen Schaden man anrichten kann. In IT-Kauderwelsch heißt das: “Die Base-Score-Metrics setzen sich aus dem Exploitabiliy-Subscore – also Access-Vector, Access-Complexity, Authentication – und dem Impact-Subscore zusammen – also dem Confidentiality-, Integrity- oder Availability-Impact”.

Environmental Score Metrics

Hier spielt das Unternehmen oder die Behörde, in der man sich befindet eine Rolle. In wie weit ist man dem Angriff ausgeliefert und welchen Schutzbedarf hat man? IT-Kauderwelsch: “Die Environmental-Score-Metrics setzen sich aus den General-Modifiers – also Collateral-Damage-Potential und Target-Distribution – und den Impact-Subscore-Modifiers zusammen – also den Confidentiality-, Integrity- oder Availability-Requirements”.

Temporal Score Metrics

Hier kommt der Faktor Zeit zum Tragen: Eine Schwachstelle die noch nicht gepatcht ist, ist schlimmer, wie eine, bei der es schon ein Hersteller-Patch gibt. Handelt es sich nur um eine Idee für einen Angriff oder wurde schon bewiesen dass der Angriff funktioniert? Auch hier wieder in IT-Kauderwelsch: “Die Temporal-Score-Metrics setzen sich aus der Exploitability, dem Remediation-Level und der Report-Confidence zusammen”

Was bringt das Ganze?

Der Vorteil der CVSS-Scores besteht nun darin, den Kauderwelsch in Management-Deutsch übersetzen zu können: grün, orange, rot.

  • Grün: gut!
  • Orange: aufpassen!
  • Rot: heiß, aua!

Im Vergleich zwischen vielen Schwachstellen kann man mit CVSS-Scores die Entscheidung transparent machen, welches Problem man zuerst angeht. Wenn Sie wissen wollen wie sich der Wert genau zusammensetzt, finden Sie diese Informationen auf den Seiten der National Vulnerability Database.

CVSS-Rechner

Damit sich auch der Fachmann nicht allzu lange mit den Werten ärgern muss, gibt es eine ganze Reihe von Tools, mit denen man schnell produktiv werden kann:

Mein Favorit ist der Plattform unabhängige CVSS-Calculator von Goebel Consult. Für private Nutzung und für die Nutzung in Unternehmen bis 49 Mitarbeitern ist das Tool kostenlos und es kann CVSS-Vektoren mit cut-and-paste verarbeiten. Eine deutsche Übersetzung findet man bei der Münchener Firma Goebel Consult leider nicht, dafür aber in Japan bei der Information-Technology Promotion Agency. Und schön gestaltet ist deren Online-Demo ebenfalls.

April, April: Endlich einheitlich 15-stellige Mobilfunknummern

Auch diese Regelung war zu Beginn diesen Monats überfällig: Durch Beschluss des Europäischen Parlamentes verlieren aktuellen Mobilfunknummern zum 01.07.2010 Ihre Gültigkeit. Mit Inkraftsetzung dieses Beschlusses erhalten alle EU-Bürger die Möglichkeit sich unter Euronummer.de für nur 100€ eine neue einheitlich 15-stellige Mobilfunknummern reservieren zu lassen.

April, April: Beschlossene Sache: endlich kommt das E-Mail-Porto

Ab Juni wird in Deutschland für das Versenden von E-Mails eine Gebühr von einem Cent fällig. Wegen des starken Rückgangs des herkömmlichen Briefverkehrs haben Politik und Post-Unternehmen heute diese Gebühr beschlossen, beichtet heute unter anderem br-online. Wer schon heute seine ersten E-Mail-Pakete kaufen möchten, kann sich unter www.email-porto.de registrieren und fürs erste Jahr 50% Rabatt sichern.

“Der Grund: Wegen gravierenden Veränderungen in der Schriftkommunikation ist die Zahl der Briefsendungen dramatisch gesunken. Die schrumpfenden Einnahmen der Post-Unternehmen haben massive Auswirkungen auf die öffentlichen Kassen. Besonders die Staatseinnahmen durch die Mehrwertsteuer litten in den vergangenen fünf Jahren erheblich darunter. Am Ende schlägt sich diese “Schieflage” auch in den privaten Haushalten nieder, so die Argumentation von Politik und Wirtschaft.”

Ich finde, das ist zum 01. April doch mal was neues…

Selbstauskunft bei Auskunfteien bald auch kostenlos möglich

Das Erste hat in seiner heutigen Plusminus-Sendung über Auskunfteien wie die Schufa berichtet. Ab April sind Selbstauskünfte nun ein Mal im Jahr kostenlos. Damit die Arbeit dabei nicht zu schwer fällt hat Plusminus einen Musterbrief des Verbraucherzentrale Bundesverbands bereitgestellt, den man an die Auskunfteien richten kann. Ebenfalls erhältlich: Eine Adressliste der wichtigsten Auskunfteien.