Nachdem der Putzmittel-Raum, der Verfügungs-Raum und der Alpt-Raum ausreichend abgesichert waren, hat sich Innenminister Dr. Thomas de Maizière nun eine Sicherheitsstrategie für den “Cyber-Raum” ausgedacht. In Fachkreisen wird gemunkelt, das sei der Raum, in dem sich der Innenminister in regelmäßigen Abständen das Internet ausdrucken lässt. In dem Papier scheint es aber um einen anderen Raum zu gehen. Aus dem Pressetext:
“Kernelemente der Strategie sind der Schutz der IT-Systeme in Deutschland, insbesondere im Bereich kritischer Infrastrukturen, die Sensibilisierung der Bürgerinnen und Bürger zum Thema IT-Sicherheit, der Aufbau eines Nationalen Cyber-Abwehrzentrums sowie die Einrichtung eines Nationalen Cyber-Sicherheitsrates.”
Hierzu erklärte Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière:
“Die Gewährleistung von Sicherheit im Cyber-Raum und der Schutz der kritischen Informationsinfrastrukturen sind existenzielle Fragen des 21. Jahrhunderts und erfordern ein hohes Engagement des Staates. Dabei wollen wir die Cyber-Sicherheit auf einem hohen Niveau gewährleisten, ohne die Chancen und den Nutzen des Cyber-Raums zu beeinträchtigen.”
Im Klartext heißt das zum Beispiel: Wenn die Leute dank ePA kräftig im “Cyber-Raum” einkaufen, dann ist egal, wie sicher oder unsicher das Ganze ist.
Neben dem Nationalen Cyber-Abwehrzentrum und dem Nationalen Cyber-Sicherheitsrat soll es noch eine Task-Force “IT-Sicherheit in der Wirtschaft” geben. Mit dabei sind das BSI, der Verfassungsschutz sowie das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe. Hierzu habe BSI-Präsident Michael Hange erklärt:
“Neue Angriffsmechanismen, wie sie bei Stuxnet zu beobachten waren, orientieren sich nicht an der klassischen Aufgabenteilung deutscher Behörden.”
Da war es dann offensichtlich nötig, die Aufgaben weiter aufzuteilen und ein Zentrum, einen Rat und eine Task-Force aufzubauen.



Nach
… Sicherheit – Mit diesem Titel thematisiert das dritte Awareness Game, das ich hier vorstellen möchte alltagsbezogene Aspekte von Sicherheit. Neben Fragen, die Grundlagen und Strukturen der Security-Protagonisten ausloten, z.B. »Wer ist bei uns für die Privacy zuständig?« oder »Wie lässt sich unsere Sicherheitskultur beschreiben?« finden sich unter den mehr als 100 Kommunikationsmodulen auch solche wie »Was hat Muhammad Ali mit Security zu tun?« oder die simpel anmutende projektive Frage: „Welche Farbe hat eigentlich Sicherheit?“.
