Bei einem meiner Sicherheitsaudits wollte ich es dann Mal ganz genau wissen: Schließt eigentlich irgendwer Türen mit Türknauf ab, oder lässt man die einfach “ins Schloss fallen”? Ein wenig Recherche im Internet wappnete mich mit allem, was man für den Einbruch benötigt: Eine längliche Plastikkarte und das Wissen über die richtige Technik bei deren Einsatz an der sogenannten Falle des Türschlosses (die Abbildung zeigt oben die Falle und unten den Riegel). Kreditkarten zerbrechen übrigens – das klappt nur im Film!
Es ging um die Kontrolle von Türen zu sicherheitsempfindlichen Bereichen, die alle mit einem Türknauf statt einer Klinke ausgestattet waren. Darunter auch das IT-Lager voller Laptops und Räume mit spezieller, teurer IT-Ausstattung. Die Kontrolle fand außerhalb der normalen Geschäftszeiten statt, also zu einer Zeit, in der die Bereiche dauerhaft verschlossen sein sollten. Das Gebäude selbst war für alle Firmenangehörigen rund um die Uhr zugänglich – unbemerkt und ohne Pförtnerdienst!
Das Ergebnis war nicht ganz so gut: 38% der Türen waren nicht verschlossen sondern nur geschlossen. Darunter auch das Lager mit den Laptops. Der Einbruch in die Räume war mir jeweils in wenigen Sekunden bis Minuten möglich. Die Räume während des nächtlichen Sicherheitsaudits durch die Schlüsselinhaber ordnungsgemäß verschließen zu lassen war da schon schwerer.




Das macht natürlich keiner bewusst. Aber vielleicht aus versehen. So berichtet es 
