
F-Secure bietet mittlerweile eine Anti-Virus-Software für den Mac an. Das 12-Monats-Abo kostet 19,95 €. Wie The Hacker News berichtet, funktioniere der Echtzeitschutz wunderbar. Ein manueller Scan jedoch dauere mehrere Stunden und verbrauche bis zu 80 % der Prozessorleistung, bei einer 128 GB SSD Festplatte, die mit 45 GB belegt ist.
Für Vorname, Nachname und E-Mail-Adresse bekommt man bei F-Secure eine 30 Tage Testversion. Auf meinem 13″ MacBook Pro (Mac OS 10.6, 2,7GHz Intel Core i7 mit 4GB RAM) verbraucht der Echtzeitschutz weniger als 1% der Prozessorleistung. Ein Scan der Basisordner verbrauchte bei mir ca. 5 % Prozessorleistung und dauerte für meine 450 GB an Daten ca. 45 Minuten, also durchaus passable Eckdaten.
Spannend: Der Scanner hat sogar was gefunden: Ein Exploit für pdf-Schwachstelle CVE-2010-1297! CVSS-Score: 9.3; Confidentiality Impact: Complete; Integrity Impact: Complete; Availability Impact: Complete. Das kommt dabei heraus, wenn man mal eben schnell ein Antivirenprodukt testet. Interessanterweise stellte sich bei mir trotzdem keine Schockstarre ein, denn:
Bei der betroffenen Datei handelt es sich um launch-action-cmd.pdf und das ist glücklicherweise nur ein PoC-File von Didier Stevens zur entsprechenden Schwachstelle (siehe Blog-Beitrag). Der Download wird übrigens ebenfalls ordnungsgemäß geblockt:

Die betroffene pdf-Datei wurde von F-Secure Anti-Virus allerdings schlicht in den Papierkorb verschoben. Eigentlich kein so guter Ort für ein Exploit, oder?!


