Soft Skills statt Fachwissen
Am Samstag beschäftigte sich die FTD Deutschland mit einem Thema, dass ich auch schon mehrfach auf der Agenda hatte: Soft Skills. Demnach stehen seit der Wirtschaftskrise Themen wie Mitarbeiterführung, Empathie oder soziale Kompetenz im Mittelpunkt der Kursinhalte von Weiterbildungsprogrammen. Die IE Business School in Madrid etwa setze in ihren Programmen neuerdings auf interpersonelle Fähigkeiten. Ziel sei es, sich in andere Menschen hineinzuversetzen und von dem Wissen anderer zu profitieren – egal ob Mitarbeiter, Kunden oder Geschäftspartner.
Was für Standard-Manager gilt, gilt auch für Security-Manager. Die Anforderungen sind hier jedoch umso höher. “Normale” Linienmanager mussten sich auch bisher schon mehr oder weniger gut in Mitarbeiter, Kunden oder Geschäftspartner hineinversetzen können. Diese Anforderung ist für Security-Manager relativ neu. Viele stehen immer noch mit einem Bein im Serverraum. Mein im März erschienenes Buch “Konfliktmanagement für Sicherheitsprofis” beschäftigt sich ausführlich mit den Soft Skills, die man als IT-Sicherheitsbeauftragter, Datenschützer und Co. im täglichen Leben braucht.


Wenn man resümiert, dass Wirtschaft respektive Management offensichtlich auch ohne einen stärkeren Fokus auf Soft Skills (noch so gerade) überleben konnten, wie erfolgreich könnte man werden, wenn man sich in Unternehmen – auch jenseits von HR & Co. – stärker mit sozialen Kompetenzen und Verwandtem auseinandersetzen und größere Anteile hiervon integreiren würde? Gerade auch innerhalb des Security Managements!
Absolut!