Software zur Verbrecherjagd
Mittlerweile haben auch Strafverfolgungsbehörden weltweit erkannt, dass sich mit der richtigen Software in wenigen Minuten Dinge erledigen lassen, die noch vor kurzer Zeit viel zu lange gedauert haben um sie überhaupt durchzuführen. Der Computer Online Forensic Evidence Extractor (COFEE), den Microsoft in Zusammenarbeit mit INTERPOL entwickelt hat, ist dafür ein Beispiel. Auf dem zugehörigen Online-Portal http://www.microsoftlawportal.com/ müssen Besucher allerdings draußen bleiben. Erst nach erfolgreicher Registrierung über die E-Mail-Adresse leportal@microsoft.com erhält man Zugriff.
Ein weiteres Microsoft-Programm in diesem Bereich ist die Citizen Safety Architecture (CSA). Microsofts CSA stattet Ermittlungsbehörden und Notruf-Zentralen mit Softwaretools aus, die sie bei der Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit unterstützen sollen. CSA besteht aus bereits bekannten Microsoft Tools und Institutionen wie die Single View Platform (SVP), FusionX, das Microsoft Intelligence Framework, die Microsoft Incident Response Platform und die Global Security Operations Center (GSOCs).
Auch andere Softwarefirmen bieten Produkte in diesem Bereich an. In Amsterdam z.B. wird die Software Datadetective des Unternehmens Sentinent Information Systems von der Polizei eingesetzt, obwohl sie im Grunde eine ganz normale Datamining-Software ist, die nicht ausschließlich zur Verbrechensbekämpfung gedacht war.
In Chicago wurden unter dem Namen “Operation Virtual Shield” Tausende Videokameras installiert, die Straßen und öffentliche Plätze überwachen. Diese Aufnahmen werden automatisiert nach sicherheitsrelevanten Objekten und Vorgängen durchsucht. Kfz-Kennzeichen und biometrische Gesichtserkennung gehören zu den Möglichkeiten.

